Klein- und mittelständische Unternehmen erfolgreich hinters Licht geführt

 
Oftmals bekommt man den Eindruck, dass das ganze Austeritätsprogramm zusammen mit dem Steuersenkungswettlauf in Europa gut fürs Geschäft und schlecht für den Nutznießer des Wohlfahrtsstaats sei. Deshalb sind auch Kleinunternehmer und Mittelständler oft von dem strengen Sparplan angetan.
 
Rebellion? Fehlanzeige! Denn endlich wird der geschäftszermalmende bürokratische Überstaat entschlackt und ausgedünnt. Die Arbeitnehmer werden endlich mehr zur Kasse gebeten, um für ihre eigne soziale Sicherheit gefälligst selbst zu sorgen, wenigstens ein Stück weit mehr als bisher! Endlich sind wir kleinen und mittleren Unternehmer diesen geschäftshemmenden Ballast los!  Die aktuelle Regierung führt wirklich eine wirtschaftsfreundliche Politik, und dafür loben wir sie! Jawohl „Mutti! Weiter so!“, wie es einmal so schön ein ARD-Journalist in einem Abendkommentar nach den Wahlen ausrief.
 
Nun mal halb lang! 
 
Diese Vorteile für klein- und mittelständische Betriebe sind bestenfalls von mittelfristiger Dauer (etwa 5-10 Jahre). Denn dieses Sparkorsett  (die radikale Verschlankungskur des Staatsapparats, die Privatisierung vieler staatlicher Betriebe und Dienstleistungen, die schleichende Steuer- und Abgabenerhöhung auf Seiten der Arbeitnehmer, die Abschaffung der  Sozialleistungen) wird uns allen, insbesondere uns klein- und mittelständischen Unternehmern schwer zusetzen und teuer zu stehen kommen. Nur sehen wir es noch nicht, denn Business läuft einfach bestens – „as usual“! Die Auftragsbücher sind prall gefüllt und bersten aus den Nähten. Zur Hölle mit dieser ewigen Schwarzmalerei und das Gejammer über Griechenland und Spanien, die sich ja die Suppe selber eingebrockt haben! Uns kann so etwas nicht passieren: „Ja, ja, jetzt wird wieder in die Hände gespuckt; wir steigern das Bruttosozialprodukt!“ So löst man Probleme, nicht kleckern – klotzen! So wird ein Schuh draus! Mit Jammern erledigt sich nicht die Arbeit, mit Wehklagen entwickelt man keine Maschinen oder tolle Autos!
 
 So stolzieren wir mit geschwellter Brust durch unser Geschäftsalltag, ohne zu begreifen, dass dieses Sparkorsett uns auch einmal sehr eng werden wird und uns, wie in Griechenland oder Spanien, das Garaus machen wird. Oh nein! Noch eine Hiobsbotschaft! Noch ein Teufel an der Wand! 
 
Richtig! Denn es ist höchste Zeit vor lauter Hiobsbotschaften endlich die tatsächlich herannahende Gefahr zu erkennen! 
 
Fragen Sie sich kurz selbst einmal: Wie lange soll eine effiziente Infrastruktur (Straßen, Brücken, Bahnnetz, Schifffahrt, Telekommunikation, Bildungs- und Gesundheitswesen) in Schuss gehalten werden, ohne öffentliche Gelder dafür bereitzustellen. Werden diese Bereiche privatisiert (oder bleiben sie zum Schein halb-verstaatlicht, aber agieren auf dem Markt, wie ein Privatunternehmen wie etwa die Deutsche Bahn), dann können Sie sich jetzt schon ein Bild machen, wie Monopolunternehmen, die für die nationale Infrastruktur und das Gemeinwohl (dazu gehören nicht nur die kleinen Leute, sondern auch die Interessen der Unternehmen!) vernachlässigt werden. Wie lange werden wir noch gut ausgebildete Fachkräfte bekommen, und zu welchem Preis, wenn der ausgedorrte und entmachtete Staat keine Mittel mehr für Bildungseinrichtungen, Fachhochschulen, Universitäten und Berufsschulen zur Verfügung stellt und sie auch nicht mehr hat!? Ja gut, deshalb hat ja die kluge Regierung und die EU schön weit die Grenzen geöffnet. Und billige Fachkräfte kommen aus ärmeren Ländern. Wie lange noch? Denn diese Länder finanzieren auch nicht mehr in hochwertige Ausbildung, denn die kostet, wie überall, viel Geld und Sparen ist jetzt überall das befreiende Losungswort. 
 
Die Umschichtung der sozialen Abgaben von Arbeitgebern auf die Arbeitnehmer ist Öl im betrieblichen Getriebe. Mag schon sein. Aber wie lange noch? Der geringe Arbeitslohn, und der gewünschte Effekt des Scheinmindestlohns bis 2017 wird von der Inflation und den steigenden Lebenshaltungskosten aufgefressen sein: Die 8,50€ von morgen sind die 6,50€ von heute! Wie soll das den Binnenmarkt ankurbeln? Wie soll dadurch die Kaufkraft gestärkt werden, damit „meine Angestellten auch meine Produkte kaufen“ (wie es einmal Henry Ford über sein Auto und seine Arbeiter sagte). Nun gut, wir haben ja China und die USA…, also Ausweichmärkte, wo wir unsere Waren loswerden können. Schön! 
 
Und China, wie lange werden wir noch dort in aller Freiheit unsere Waren absetzen dürfen? Wie lange werden wir noch gewinnbringend dort unsere Geschäfte ausbauen können, während wir unsere Betriebs-, Entwicklungs- und Verarbeitungsvorgänge für den schnellen Zugang zu einem Riesenmarkt bereitwillig preisgeben und dies nicht einmal als Industriespionage empfinden, weil das ein in der jetzigen Lage  fantastisches und sagenhaft schnelles (Aus-)Tauschgeschäft ist? ‚Handelt‘ es sich nicht eher um ein  Täuschgeschäft! Haben wir bei all diesem Glücksgefühl über das schnelle Geld vergessen, dass China eine Diktatur ist und bald drastisch schnell zu ihren Gunsten Regeln ändern kann? Insbesondere dann, wenn wir China unsere Schlüsselbetriebe hier in Europa weiter aufkaufen lassen und China damit mehr Kontrolle über unsere Wirtschaftspolitik erlangt? (Siehe die Abschaffung der Solarindustrie-Subventionen während Merkels 'grüner' Wende!). Was wenn China sich auch überspekuliert und überschuldet hat?
 
Und unsere Freunde, die Vereinigten Staaten von Amerika, wie lange müssen wir die sträflich naive und gutgläubige deutsche Regierung ertragen, die meint, die NSA-Affäre richte sich nur gegen den Terror und spioniere keine deutschen Firmen aus und sei daher für Merkel & Co. kein Thema? Kann soviel Faktenblindheit in einem hoch-industrialisierten Staat mit  einem effizienten Nachrichtendienst möglich sein? Oder ist es einfach nur Borniertheit hoch drei, beflügelt durch korrupte Politiker, die Industriespionage hinter den Kulissen selbst grünes Licht gaben und jetzt Angst haben, dass diese eigentlich staatsverräterischen Machenschaften ans Licht kommen könnten?
 
Noch dazu, wo wir doch sehen, wie korrupt die meisten unserer Politiker von Mitte links bis außen rechts geworden sind. Schon vergessen, wie Schröder nach seiner Amtszeit bequem in einer russischen Energie-Gigant (Gazprom) landet? Schon vergessen, wie Joschka Fischer sich in einem stattlichen Posten als politischer Berater für die Energieversorger RWE und OMV im Jahre 2009 einnistet? Schon vergessen, wie Wolfgang Clement nach seinem „Politleben“ in zahlreichen Unternehmen mitmischt und ihm insbesondere ein Ehrenplatz im Aufsichtsrat in der Investmentgesellschaft Berger Lahnstein Middelhoff & Partners LLP frei gemacht wurde, zum Dank für seine wirtschaftsfreundliche Politik? Schon vergessen die Riesters, Rüttgers, Steinbrücks… ? So funktioniert eigentlich die Politik in Indien! Nicht die von Deutschland! Die Mehrheit des indischen Parlaments (in einer ebenfalls ‚gut funktionierenden Demokratie‘) sind Unternehmer großer Konzerne (nicht von mittelständischen Unternehmen). Schauen Sie sich doch einmal die Infrastruktur,  das Ausbildungssystem und das Gesundheitswesen in Indien an. Immerhin 15 Jahre nach dem indischen Wirtschaftswunder! Das könnte bei uns in Deutschland nie so herunterkommen?  Wir sind doch nicht in Indien! Ach, wirklich nicht? Haben wir in der industriellen Geschichte Deutschlands unseren Staat jemals so radikal ausgetrocknet, um mit Schwellenländern preislich mitzuhalten (um dort unsere Waren absetzen zu können)? Zu den Zeiten Hitlerdeutschlands? Wohl kaum. Zu der Zwischenkriegszeit etwa? Ich wüsste nicht, da hatten wir ganz andere Probleme, denn zu jener Zeit wurde uns die „Schlankheitskur“ zur Strafe aufgezwungen, wurde uns die Austeritätskur aufgestülpt als Repressalie und Reparationsschuld gegenüber den durch unsere Schuld geschädigten Ländern.  Hat uns das gestärkt? Hat uns das die Klein- und Mittelstandsbetriebe konkurrenzfähiger gemacht? Eine Austeritätskur, wie wir sie heute in Griechenland durchsetzen und noch stolz darauf sind (!), zumindest in den Leitmedien. Stolz darauf, das Elend in den Südländern durch unsere Drohgebärden noch drastisch zu verschlimmern.
 
Wir sind weit von indischen Verhältnissen? Ach, ja? Wie steht es dann mit der Fleischindustrie? Wo gezielt und gut organisiert in osteuropäischen Ländern wie Bulgarien und Rumänien, Billiglöhner eingeschleust werden,  um Sie für einen menschenentwürdigenden Hungerlohn unter erbärmlichen Wohnverhältnissen hier bei uns in Deutschland schuften zu lassen. Das Pferdefleisch, etwa die gute alte deutsche Qualität?! Wenn das Freihandelsabkommen TTIP, das vermeintlich Freiheit für den Handel aller Unternehmer bringen soll, aber in Wirklichkeit nur Vorteile für die Großunternehmen bringt und die Macht der nationalen Regierungen sowie die Regulierungen im Außenhandel abschafft, unter anderem technische Normen, Standards, Umweltklauseln, Verbraucherschutzbestimmungen, Kennzeichnungspflichten, Einfuhrmindestpreise, Ein- und Ausfuhrsteuern, Kontrollen über ausländische Investoren, gezielte Geldmarktkontrolle, nicht öffentliche Vergaberechte, Antidumpingregelungen… 
 
Ihre Firma hat sich eine zentrale Stellung auf dem europäischen oder weltweiten Markt durch Qualität verschafft? Diese Stellung werden Sie unter solchen Bedingungen bald aufgeben müssen, wenn Sie preislich mithalten wollen. Es sei denn,  Sie ordnen sich den neuen Preiskrieg unter, um zu überleben. Da müssen Sie wohl oder übel die Qualitätsansprüche des Kunden, an sich selbst und Ihre Produkte etwas zurückfahren. Dies wird einen weiteren Riesenvorteil für die Chinesen verschaffen, die es ja schon gewohnt sind, unter solchen extremen Kostenzwängen zu arbeiten. Es werden vor allem KMUs unter diesen Werte- und Preisverfall leiden und die Großunternehmen oder Konzerne, die von den KMUs beliefert werden, die meist der fabrizierende Sockel der Konzerne sind, werden Ihre Investitions-, Entwicklungs- und Forschungskultur drastisch herunterschrauben müssen: Der am meisten spart, das billigste Material für die Verarbeitung nimmt und die billigsten Arbeitskräfte vom Ausland anzieht, den billigsten Fertigungsstandort findet, die Forschungs- und Entwicklungskosten am niedrigsten hält und sich am klügsten anstellt, gute Ideen eher von anderen zu klauen (wie z. B. SAMSUNG von Apple, wer am besten betrügt und nach Foxconn-Muster am rücksichtslosesten gegen die eigenen Beschäftigten ist und die Sicherheitsvorschriften (wenn in 20 Jahren noch welche existieren oder durchgesetzt werden) am effizientesten umgehen, hat die besten Chancen auf dem neuen „freien“ Markt zu überleben. Oder hat C&A, H&M, Mango, Kick, Zara und viele andere Konzerne in der Textilbranche jemals an den Zuständen indischer Näherinnen etwas geändert? Warum sollten sie auch? Täten sie das, wäre Ihr Geschäftsmodel im Eimer und Sie könnten den Laden dicht machen. Solche Konzerne haben nur deshalb ausgelagert, um die „überregulierten Märkte und „kostenintensiven“ Arbeitskräfte zu umgehen. So etwas nennt man schlicht und ergreifend unlauterer Wettbewerb, aber bald wird er es ja nicht mehr sein. Und wenn unsere Märkte endlich dereguliert und „frei“ wie in China oder Indien sind, kommen unsere Firmen vielleicht wieder zurück, um endlich wieder hier in Europa die Menschen unter Sweatshop-Bedingungen arbeiten zu lassen. „Aber besser eine Arbeit unter solchen Bedingungen, als keine Arbeit!“, wird dann ein schlauer SPD-Politiker stolz irgendwo in den Abendnachrichten verkünden. Übrigens zeichnen sich bereits bei den deutschen Bauunternehmen eine Abflachung der Qualitätsansprüche ab, und gravierende Baufehler häufen sich auf Groß- und Kleinbaustellen. Freuen wir uns schon auf die Fertigstellung des Stuttgart21-Bahnhofs und die darauf ruhenden Immobilien!
 
Wie war es denn eigentlich zu Bismarcks Zeiten, der den Manchester-Kapitalismus ein Ende bereitete, und die ersten sozialen Programme einführte (also mehr Staat, nicht weniger), und das zu Zeiten, wo man nicht nur Kommunisten sondern auch Sozialdemokraten zu Freiwild erklären konnte? Ein Bismarck, der eigentlich sehr konservativ und sehr wirtschaftsfreundlich gesinnt war, dennoch einen Vorteil daran erkannte, für ein bisschen mehr soziale Gerechtigkeit zu sorgen, damit die Bude (Deutschland) nicht um die Ohren fliegt! 
 
Bilden wir uns wirklich ein, wenn die Regierung sich aus dem Politikgeschäft zurückzieht und es den Konzernen und Großbanken überlässt (indem sie sich Gesetzesänderungen gegen eine gut dotierte Gegenleistung diktieren lässt), läuft das Land und seine Wirtschaft ganz von allein? Allein vielleicht. Frage ist nur: Wie, für wen, und wie lange? 
 
Es ist Zeit zu verstehen, dass diese Politik nur die Position der Konzerne, Großunternehmen und Banken stärkt, nicht aber das KMU-Geflecht. Überlebende Klein- oder Mittelständler (Subunternehmen) treten in größere Abhängigkeit dieser Großunternehmen. Kleine Läden, Bistrots, Restaurants, Hotels und Urlaubsveranstalter werden bald keine Kunden mehr haben, weil die Masse einfach nicht mehr das Geld für den Urlaub und ein gutes Abendessen in der Stadt übrig haben werden. 
 
Und wenn unsere deutschen Wirtschaftslobbys schon bald auch Frankreich wirtschaftlich in die Knie gezwungen haben, werden wir einen der wichtigsten europäischen Wirtschaftspartner verlieren. Egal, ob Frankreich jetzt noch schnell die Kurve kriegt, und das Spar- und Steuerdumping-Wettrennen mitmacht, um mit Deutschland wettbewerbsfähig zu bleiben. Es wird auf jeden Fall die großen Unternehmen stärken, nicht die kleinen. Denn, wie in Deutschland, wird auch in Frankreich durch soziales Dumping die Kaufkraft der Masse empfindlich geschwächt und unsere tollen Haushaltsgeräte, Produkte der Unterhaltungselektronik und Autos „Made in Germany“ werden dort weder genügend Kaufkraft noch Absatz finden. Und Urlaubsgäste aus Frankreich kommen überwiegend aus der höheren Schicht, die sich Luxushotels oder 5-Sterne-Restaurants leisten können. Alle gastronomischen Einrichtungen, die unter 4 oder 5 Sternen liegen, werden den Gürtel enger schnallen müssen oder sie bereiten vorsorglich den Ausstieg aus dem Geschäft vor. Wenn das alles wieder wie eine hanebüchene Schwarzmalerei ‚anliest‘, schauen Sie sich die Ereignisse in Griechenland, Spanien und Portugal an. Klein- und mittelständische Unternehmen fielen wie Dominobausteine um. Ein Geschäft nach dem anderen wurde zugemacht. Nur die Großen und die korrupten Politiker stehen noch stramm. Nur der Tourismus hielt sich über Wasser… Nicht wegen den südländischen Touristen, sondern dank der deutschen Reiselustigen, die von den Schnäppchen profitierten und dies noch tun. Wenn aber auch hier in den „Nordländern“ die Krise angekommen ist, wird das herannahende Krisenwetter weder dem griechischen noch dem deutschen Tourismus ausreichend Schutz bieten.
 
   Und die Bildung? Warum sollte sich ein Arbeitgeber an der Bildung eines jeden einzelnen beteiligen, wenn er doch schon für seine eigenen Kinder eine jede Menge Geld hineinpumpen muss, damit aus ihnen etwas Ordentliches wird? Was schert es einen Arbeitgeber? Soll doch ein jeder sein eigener Schmied des Glückes sein und nicht durch meine „solidarische Beteiligung“ mein Geschäft unnötig sehr belasten und wettbewerbsunfähig machen! Genau! Schluss mit dem Schmarotzertum! Sollen die Hartz-IV-Leute endlich wieder lernen zu arbeiten! 
 
Wenn wir, die Unternehmer, für die  Bildung nicht mehr unseren Teil beisteuern wollen, woher sollen diese Fachkräfte bitteschön kommen, die fleißig Produkte  entwickeln und herstellen , deren Label „Made in Germany“ und hochwertige Qualität die eigentliche Wettbewerbsfähigkeit, das Alleinstellungsmerkmal, auf dem Markt ausmachte? Werden bulgarische und rumänische Ingenieure die ‚dreisten‘ und ‚geldgierigen‘ deutschen Ingenieure ablösen? Wird Ihr Know-how und Qualitätskultur denselben Ansprüchen gerecht? Haben sie dieselbe hochwertige technische Ausbildung genossen, wie noch vor 10 Jahren ein deutscher Ingenieur-oder IT-Student? Schauen wir doch mal unsere Bilanz im IT-Bereich an! Bekennen wir endlich Farbe und gestehen unser armseliges Abschneiden in der IT-Branche! In den meisten wegweisenden mikroelektronischen Technologien haben die Amerikaner oder, ja – Inder  die Nase vorn (auch wenn sie meist für amerikanische Unternehmen tätig sind)! Siemens zog schon beim Handy-Rennen den Schwanz ein, wohl der letzte große Mikroelektronik-Markt, wo ein deutsches Unternehmen mitmischte. Wir hatten einfach nicht die Brainpower, um bei diesem schnellen Rennen mitzuhalten. Und liebe Dienstleister, Website-Entwickler, Übersetzer, Programmierer,… Haben Sie sich schon warm angezogen, um mit den anderen Dienstleistern aus aller Welt, die nicht minder begabt sind, für den halben Preis oder gar nur ein Viertel  davon dieselbe fachlich anspruchsvolle Leistung zu erbringen? Wenn Sie dazu bereit sind, wie lange werden Sie sich dabei über Wasser halten? Denn elementare Investitionen sind dann ausgeschlossen. Keinen neuen Computer für die nächsten fünf Jahre, keine Fachbücher mehr… Ihr Gewinn wird werden in fünf Jahren Ihre Fixkosten auffressen, die unaufhörlich steigen.  
 
Und wähnen Sie sich wirklich sicher(er), wenn Sie fleißig in eine Privatkasse einzahlen? Wie viele einst gut verdienende Angestellte (Fachkräfte und Ingenieure, Abteilungsleiter, Ingenieure, Freiberufler) braucht es noch im Fernsehen, damit wir endlich begreifen, dass private Versicherungsträger mal eben viel schneller Pleite gehen können (als etwa eine gesetzliche Kasse), um sich vor ihren Gläubigern (den versicherten Mitgliedern) zu „schützen und dann unter einem anderen Namen wieder eine neue Versicherung zu gründen oder von einer anderen Versicherung nach einem kuschligen Deal aufgekauft zu werden und das Versicherungsgeschäft weiter mit unsicher zu machen. 
 
Glauben Sie etwa in privaten Seniorenheimen werden Sie einmal wesentlich besser versorgt als bei staatlichen? Schauen und hören Sie sich um. Fragen Sie Bekannte in Ihrem Umkreis, die Erfahrungen mit Privatheimen haben. Das Einzige, was meist wesentlich besser ist, sind die Broschüren in Glanzpapier und die Ausstattung. Das Wesentliche aber, das was Sie nicht sehen, ist oft unter aller Würde: die Betreuung! Nicht etwa, weil das Pflegepersonal unqualifiziert, gefühlskalt und faul wäre, sondern meist treffen diese Attribute auf das Management zu. Denn hier geht es wie in einem normalen industriellen Betrieb um Einsparung. Klimaanlagen mögen dann wohl installiert sein, aber bleiben während den Hitzetagen dennoch abgeschaltet, weil das die Kosten sprengen und die Gewinnmarge ruinieren würde. Anstelle der standardmäßig vorgeschriebenen 15 Betreuer (Krankenpfleger, Schwestern) für 40 Residenten, bekommen Sie nur 2, denn beim Personalposten lässt sich am meisten sparen (Reibach machen)! Wenn zwei Krankenpfleger allein für 40 hilfsbedürftige und stark pflegeabhängige alte Menschen tätig sein müssen, können die Pflegekräfte noch so freundlich, geduldig, qualifiziert und begabt für diesen Job sein. Nach ein paar Monaten sind sie ausgelaugt und werden aus reiner Überlebensnot kalt, grob und vor allem schnell! An der fürsorglichen Pflege werden grobe Abkürzungen gemacht. Sie oder Ihre Eltern werden dann so effizient abgefertigt, wie ein unfertiges Auto an einem Fließband in einer Fabrikhalle! 
 
Natürlich kann bei Unfällen und Ausschreitungen das Management dieser Einrichtung in der Öffentlichkeit alles auf die Inkompetenz dieses einzelnen Angestellten abwälzen und sind fein raus. Im Notfall leisten sie sich einen besseren, teureren, Anwalt, und stellen diesen Angestellten, der sich nun dreist als Opfer darstellt und es wagt, sich zu wehren, kalt. So können Sie ungestört weiter für unmenschliche Verhältnisse in einer Pflegeeinrichtung sorgen, um die Gewinne zu steigern. Und wer weiß, vielleicht haben Sie selbst schon Ihre Eltern in einer solchen glänzenden Einrichtung, wissen aber noch nicht, was hinter den verschlossenen Türen so vor sich geht. Besuchen Sie doch einmal eine solche „bessere“ Einrichtung ohne Anmeldung. Keine Angst, schlimmer als bei einer Geisterfahrt kann es nicht werden! Bei Privatschulen gibt es übrigens denselben Kostendruck und Gewinnergeiz. Schauen Sie näher hin, vor allem, wenn Sie sich schon seid einiger Zeit wundern, warum Ihr Kind trotz „guter Schule“ immer noch nicht die erhofften „guten Noten“ nach Hause bringt. 
 
Sie wirklich „besseren Einrichtungen“, darauf können Sie sich verlassen, bekommen nicht Sie, ein normaler Mittelständler, sondern gehört ausschließlich der Elite, also der oberen Schicht an.
 
Glauben Sie wirklich, eine private Versicherung oder Bank hätte zwangsläufig mehr Skrupel und Respekt vor Ihrem hart erspartem Geld, wenn Einrichtungen, die auf identischen Geschäftsprinzipien beruhen, nicht einmal Skrupel und Respekt gegenüber wehrlosen, zerbrechlichen und altersschwachen Menschen haben? Meinen Sie wirklich, man wird Sie einmal, wenn Sie das hohe Seniorenalter erreicht haben, wegen ihres Geldes und ehemals erfolgreicher Unternehmer besser behandeln? Wenn dies so weiter geht mit den zunehmenden Abbau an staatlichen Kontrollen und Regulierungen, können Sie sich sicher sein, dass Sie dafür viel – sehr viel  Glück und noch mehr Geld brauchen, um in einem Seniorenheim verwöhnt zu werden, beziehungsweise die hohen Zinserträge aus Ihrem Spar- oder Rentenvertrag zu „einzustreichen“, die man Ihnen versprochen und detailliert vorgerechnet hat. Sie werden einfach so alt aussehen, wie Sie dann sein werden! Darauf können Sie sich verlassen, nicht aber auf die Regierung oder privaten Banken, Versicherungen und Pflegeeinrichtungen mit deren Zusagen und Beteuerungen, die schon in wenigen Jahren nur Schnee von Gestern sein werden. Deregulierung macht’s möglich! Verpflichtungen, Gesetze und vertragliche Zusagen lassen sich endlich viel schneller einschmelzen, denn Sie sind ja nicht mehr wie die Zehn Gebote in Stein gehauen.
 
Wachen wir endlich auf! Machen wir uns nichts vor. Wenn wir nicht jetzt einen ordentlichen Denkzettel an die konzern- und bankenlobby-gesteuerte Politik eine rote Karte durch die Protestwahl einer wirklich linksgerichteten Partei wie Die Linke geben, wird schon bald unser Geschäft ein blaues Wunder erleben.  Die Gefahr, dass mit Ihrer Stimme als mittelständischer Unternehmer die Linke an die Macht kommt ist mehr als gering. Aber Ihre gestärkte Opposition wird endlich wieder die Politiker da oben und die dahinter stehenden Konzerne und Banken zur Vernunft bringen. Sie wird auch im Parlament wieder mehr Einfluss auf die neoliberale Politik ausüben können, um die verheerende Deregulierung zu stoppen. 
 
Wir brauchen wieder eine richtige oppositionelle Kraft im Bundestag, die für einen echten Ausgleich sorgt und für eine gesunde Gegenüberstellung und Auseinandersetzung dringender Themen. Schluss mit diesen Scheinproblemen wie Maut, und Scheinlösungen wie Mini-Mindestlohn ab 2017 mit zig Ausnahmen oder Betreuungsgeld, um dem akuten Kita-Problem zu „begegnen“. Schluss mit diesem populistischen Gejammer aus der neoliberalen Kammer, dass bei vernünftigen Mindestlöhnen unsere Unternehmen massenweise dicht machen müssten, wo doch empirische Studien das ganze Gegenteil belegen. Denn: Muss ein Friseur 9€ an seine Beschäftigten zahlen, muss es sein Konkurrent eine Straße weiter ebenfalls! So wetteifern sie endlich wieder um die beste Qualität (den schönsten Schnitt) und nicht um den billigsten Preis! Ja, der Preis für den Schnitt wird dann teurer, aber nur um soviel, wie jeder Kunde jetzt (durch den flächendeckenden Mindestlohn) auch mehr verdient und sich diesen Schnitt auch leisten kann! Diese Logik rechnet sich natürlich auch für Kneipen, Gaststätten… Und Stümperunternehmen, die nur Pfusch herstellen, haben dann endlich auch keine Überlebenschance mehr und richten nicht durch ihre Dumpingpreise die Betriebe mit guter deutscher Qualität zugrunde, wie es schon in vielen Industrie- und Dienstleistungsbetrieben der Fall ist (von Solarbetrieben über Lebensmittelhersteller bis hin zu Übersetzungsdiensten) und bringen nicht mehr Menschenleben, wie etwa in der Pharma- und Lebensmittelindustrie, in Gefahr.
 
Lassen wir uns nicht weiter die Augen verwischen, sollte Merkel noch vor der nächsten Wahl nicht mehr kandidieren wollen. Denn Merkel, die uns in den Leitmedien aufgeschwatzte „Mutti“, die eigentlich nichts weiter als eine Rabenmutter für ihr wertes deutsches Volk ist, da sie schändlich deutsche Interessen an internationale Märkte (Investmentbanken) verkauft, ist nichts weiter als ein Scharlatan, der von den Konzernen und Banken gelenkt, gesteuert und beeinflusst wird. Wenn Sie geht, wird diese Lobby alles daran setzen, eine ähnliche willfährige und leicht manipulierbare, machtgeile aber hohle Person auf diesen Thron zu setzen. Deshalb hätte bei einem Sieg Steinbrücks bei der Kanzlerwahl im Jahr 2013 diese Lobby der Merkel auch kaum ein Tränchen nachgeweint, denn Steinbrück hätte eigentlich (wie Schröder) noch härter ihren Kurs verfolgt. Und wenn es irgendwelche „Träumer“ oder „Idealisten“, die von der „Realpolitik“ keine Ahnung haben, es doch in die höheren Ränge der etablierten Parteien schaffen sollten, und es ihnen unerwarteterweise gelingen sollte, ihre sozial gerechteren Programme durchzusetzen, dann werden Sie schon von diesen oberen Rängen wieder zur Vernunft gebracht, wie einst der grüne Kretschmar in Baden-Württemberg (der leidenschaftlicher Gegner des Stuttgart21-Projekts und nun Knecht dieser Stuttgart21-Projektleiter; oder wie in Frankreich, François Hollande, der noch bei seinem präsidialem Amtsantritt leidenschaftlicher Sozialpolitiker war und der es vor seinem Volk auch beweisen wollte, indem er mit seiner 75% Reichensteuer die Reichen kühn zur Kasse bitten wollte, um so die Staatskassen wieder aufzubessern, der aber schon bald wieder von eben diesen Reichen durch wirtschaftliche Erpressungen zur Raison gebracht wurde und nun härter als der neoliberal eingestellte Sarkozy die neoliberale Botschaft von der sozialdemokratischen Kanzel aus predigt). (Frankreich hatte noch nie einen solchen Hanswurst, einen solchen rückgratlosen Präsidenten in der ganzen Nachkriegsgeschichte! Wohl auch so ein Produkt der modernen, konzern- und banken-gesteuerten Lobby- und Partei-Politik.)
 
Ja, das erwartet uns bei der nächsten Wahl, wenn wir weiterhin an diese etablierten Parteien festhalten. Denn die das Sagen in diesen Traditionsparteien haben, gehören der neoliberalen Linie an, sind gekauft, sind deren Verfechter oder Knecht. Und diejenigen, die durch doch an die Spitze kommen sollten, wie etwa die ziemlich rot angehauchte Manuela Schwesig, die neben ihrem guten Aussehen auch sehr gute Ideen hat, wird schon im Vorfeld in den Leitmedien und in den oberen Politetagen die Schranken verwiesen. In den Medien läuft dann die übliche Masche: alles sozial halbwegs Vernünftige wird ins Lächerliche gezogen, falsch dargestellt und Zahlen populistisch in beängstigender Weise aufgebauscht (der Zusammenfall von Europa, der rasante Anstieg der Arbeitslosigkeit, das Garaus unseres „Wirtschaftswunder“, der „Angriff auf unser Sparguthaben“, soziale Unruhen…), nur damit jeder Vernünftige deutsche, europa-liebende Bürger diese Ideen für „völlig unverantwortlich“ und „stumpfsinnig“ hält, sie als abschreckend empfindet. Und der brave, konservativ und wirtschaftsgesinnte Bürger wird auch vor diesen Horrorszenarien erzittern, weil er oft fromm der Deutungshoheit der Leitmedien unterworfen ist, insbesondere  weil er aus Tradition heraus den etablierten Wirtschaftszeitungen Glauben schenkt ans den anrüchigen linksgerichteten Nachrichten Quellen. Das tut er, weil sie in den letzten zwanzig Jahren meist Recht hatten und objektive Berichterstattung im Interesse Gewerbetreibenden gewährleisteten. FAZ, Wirtschaftswoche und Handelsblatt waren einst aufklärend und nicht verklärend, wie sie heute sind. Viele Leser wissen aber nicht, dass sich in den letzten 10 Jahren die Finanzierungskultur dieser Traditionszeitungen, die noch von diesem festen Vertrauensvorschuss zehren, stark gewandelt hat. Während die Printmedien unter starken Einnahmeeinbrüchen in der Werbebranche litten, kamen die großen Geldgeber zur Rettung, vorausgesetzt, sie erklärten sich zum Sprachrohr ihrer Interessen. Nicht etwa den Interessen der KMUs, die einst solche Zeitungen und Zeitschriften durch das Anzeigengeschäft mit finanzierten, und dort in der Tat Ihre Interessen wiederfanden. KMUs sollen heute durch diese Wirtschaftsmedien auf eine Linie gebracht und gleichgeschaltet werden. Heute kaufen Sie mit den etablierten Wirtschaftsmedien als Kleinunternehmer oder Mittelständler Ihre eigene Gehirnwäsche. Heutzutage wird den KMUs der Eindruck vermittelt, die Interessen der Großen seien auch die Interessen der Kleinen. Was aber ein Vorteil für Konzerne ist, ist nicht zwangsläufig ein Vorteil für kleine oder mittelständische Unternehmen. Denken Sie da nur an die Steuerflucht- und Auslagerungsmöglichkeiten.
 
Was aber die Hoffnung auf gute  Kader in etablierten Parteien angeht, so sollte man sich da keinen Illusionen hingeben. Die Politik gehört nun vollends den Großen. Die Kleinen (die KMUs) haben sich gefälligst unterzuordnen. So werden wir in Zukunft, bis zur Rückkehr einer echten Opposition, nur noch karrieregeile, inkompetente Blasenredner in der Politarena und Wirtschaftskonferenzen sehen. Geschniegelte, junge und alte Schönredner, die gern in den Allerwertesten dieser schillernden Lobby-Vertreter kriechen würden, um später auch einmal einen Platz am Himmel eines Konzernvorstands zu ergattern! Ihr Ruf ist Ihnen dabei ganz egal, denn Integrität war nie eine Charakterstärke, womit sie hätten viel Geld machen können. Politiker von heute sind nichts weiter als gut bezahlte Anwälte, die Wirtschaftsverbrecher in der Öffentlichkeit verteidigen und Ihr Ansehen pflegen und greifen, wie auch die Wirtschaftsverbrecher selbst, auf teure PR-Firmen zurück.
 
Wird das erzkonservative Deutschland noch rechtzeitig die Kehrtwende hinbekommen? Ich glaube nein. Dafür sind wir wohlhabenden Deutschen viel zu schwerfällig, noch zu wohlhabend und allergisch gegen soziale (linke) Ideen.  
 
Selbst der von mir sehr hoch geschätzte Kritiker der SPD auf den Nachdenkseiten und Willi Brand-Verfechter Albert Müller, hat tatsächlich noch an die SPD und die Koalition geklaubt! Trotz all seiner Erkenntnisse, wie korrupt das Parteiengeschäft und deren Auswahlverfahren heutzutage in seinen Grundfesten abläuft, trotz all seiner Erkenntnisse, dass hier ein systemisches Problem zugrunde liegt, eine Unterhöhlung der Demokratie im vollsten Gange ist… Trotz all dieser faszinierenden Enthüllungen und Darlegungen, stets gut belegten Analysen, rief auch er kurz nach den Wahlen von 2013 für die große Schwarz-Rote Koalition auf! Was meine Wertschätzung dieses Mannes aber durch nichts schmälert.  Leider übt sein Aufruf  viel Einfluss auf eine breite Masse in Deutschland aus und hat dadurch sicher mehr Schaden als Gutes angerichtet. Denn nun stehen wir vor dem Trümmerhaufen einer linken Zwergopposition, die von der starken neoliberal gesinnten Koalition jederzeit leicht, arrogant und kraftprotzend überrollt werden kann. Inwiefern aber die Nachdenkseiten in diesem konkreten Fall die Abstimmung der SPD-Basis über die große Koalition beeinflusste bleibt aber im Dunkeln der Spekulation. Daran lässt sich aber gut erkennen, wie viele Intellektuelle und demokratisch gesinnte Verfechter eines sozial gerechteren Kapitalismus aus Prinzipientreue und Traditionsbewusstsein gegen Ihre eigenen Interessen und Ideen stimmen! Und wer zwanzig Jahre SPD gewählt hat, wird jetzt nicht Die Linke wählen, eine kleine Partei voller Ungewissheit, und noch dazu mit Ursprung aus dem armen Osten! Und wie wir alle wissen, kein Volk hat mehr Angst vor der Ungewissheit als das deutsche, deshalb ist das deutsche Volk eines der bestversichersten Völker in der Welt. 
 
Deshalb habe ich Zweifel an den Mut der Deutschen zur Änderung. Lieber fahren sie den Karren, solange er noch läuft. Gemeckert und rebelliert wird erst dann, wenn er gegen die Wand gefahren ist, so wie in den beiden Nachkriegszeiten. Dann wird gewettert, geschimpft, mit dem Finger auf andere gezeigt und jeder behauptet, er habe das ja kommen sehen! Jetzt versteckt sich aber erst einmal der eine emsig hinter seiner Arbeit und bleibt (wie schon zu Nazizeiten) schön entpolitisiert, ein anderer analysiert und kritisiert sich den Mund fusselig, ohne je wirklich einen Aufruf an die Menge zu wagen, der andere spottet darüber, der andere lenkt sich von diesem Politikzirkus ab und berieselt sich nach der harten Arbeit lieber mit Sachen, die unterhalten und nicht aufregen, andere wieder, die noch das Steuer einer erfolgreichen Firma halten, verharren in der Illusion, dass sich schon alles richten wird und bleiben, wie es sich für einen ordentlichen Geschäftsmann gehört, schön optimistisch, andere Gewerbetreibende bleiben konsequent ihrer „Sippe“ treu, denn linkes Gedankengut gehört nicht zur „wertschöpfenden“ und „leistungsbringenden“ Gesellschaft, es wird rechts gewählt, auch wenn sie manchmal im Vergleich zu den Linken viel Schmarren von sich geben. Aber wäre links wählen nicht ein Verrat an seine eigene Grundprinzipien: Jeder ist seines Glückes Schmied? Sozialschmarotzern sollte der Hahn abgedreht werden, Linke wollen das Privateigentum enteignen, alles Verstaatlichen, und Wohlfahrtsgeschenke, ohne zu wissen, aus welcher Kasse das alles kommen soll… Nein Danke! Dann lieber Neoliberalismus als Kommunismus, selbst wenn dieser Neoliberalismus wieder (aufgrund der steigenden sozialen Unruhen) in einen abscheulichen Faschismus  münden sollte, aber enteignen lasse ich mich von keinen! So mögen diese stark verankerten Vorbehalte und Klischees über die moderne Linke fortleben, um mit Würde und Standestreue und Hab- und Gut wie 145 in den Abgrund zu stürzen. Nur die Großen werden’s überleben und wie nach 1945 Ihre Machtstellung halten und wieder ausbauen und irgendwann einmal wieder so stark sein, um irgendwo wieder einmal in Südeuropa und anderswo, ganze Länder und Landstriche niederzukonkurrieren und wirtschaftlich „konquerieren“! 
 
Wir halten Kurs! Volle Kraft voraus! Deutschland über alles!
 
 
 
 
(c) Frank MÖRSCHNER 29. Januar 2014